Wir leben neben so einem Stück Erde, dass seine Nährstoffe in dem ein oder anderen Jahr an “Heiz-Mais-Pflanzen” abgeben muss. So auch in diesem Sommer. Doch vor wenigen Wochen hat ein Lohnunternehmen in ein paar Stunden aus dem Stengel-Labyrinth wieder eine überschaubare Fläche gemacht. Hieß für uns, dass wir den kleinen Durchgang von unserem Grundstück auf das Nachbarfeld wieder nutzen können, um mit den Ziegen zu den kulinarischen Köstlichkeiten der Feldränder zu gehen. Hier sind derweil Brombeeren, Holunder und Escheblätter zu haben. Bisher stets eine Verlockung doch anscheinend nichts gegen die liegengebliebenen Reste der Maispflanzen. Keines Blickes werden die Knicks gewürdigt. Kleine Inseln aus strohigen Maisfasern, manchmal getoppt mit Maiskolben sind das Highlight des Frühherbstes. Da wird sich sogar von der Herde entfernt, um sich einen Fress-Vorteil zu verschaffen. Hatten wir bisher eine eher genervte Einstellung zu dem sogenannten “Energie”-Mais, haben wir jetzt die Chance, das Gewächs nochmal aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten.